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Faserland

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Einmal durch die Republik, von Nord nach Süd: Christian Krachts namenloser Ich-Erzähler berichtet von seiner Deutschlandreise. Der kleine Bildungsroman Faserland veränderte in Deutschland die Wahrnehmung einer ganzen Generation, von der es vorher hieß, sie habe gar keine Wahrnehmung.


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Einmal durch die Republik, von Nord nach Süd: Christian Krachts namenloser Ich-Erzähler berichtet von seiner Deutschlandreise. Der kleine Bildungsroman Faserland veränderte in Deutschland die Wahrnehmung einer ganzen Generation, von der es vorher hieß, sie habe gar keine Wahrnehmung.

30 review for Faserland

  1. 5 out of 5

    Meike

    Kracht's debut is a cult classic that can be read as a novel about a road trip, a piece of decadence literature, as pop literature, as a study about the repercussions of German history or as social criticism. We are accompanying an unnamed first-person narrator on his journey through Germany, starting with an infamous first scene on the island of Sylt that opens with one the most recognizable sentences in postmodern German literature. The young narrator was born into a wealthy family, but is lim Kracht's debut is a cult classic that can be read as a novel about a road trip, a piece of decadence literature, as pop literature, as a study about the repercussions of German history or as social criticism. We are accompanying an unnamed first-person narrator on his journey through Germany, starting with an infamous first scene on the island of Sylt that opens with one the most recognizable sentences in postmodern German literature. The young narrator was born into a wealthy family, but is limited in his emotions and lacking direction. He seems to be driven by the urge to evoke inner movemement through his outward travels, trying to connect with old friends he meets and new acquaintances he makes, thus struggling to overcome his emptiness and alienation. Even to him, his soul seems to be an enigma, he is self-medicating with alcohol and drugs, and his stomach (a part of the body where we generally locate feelings) is constantly upset. The narrator's voice is very disctinct, he is frequently searching for the right words and tries very hard to verbally convey his experiences and emotions, but often fails: He cannot make sense of what he feels, and he cannot put the world into a coherent narrative. There have been many attempts to interpret this aspect of the text (Kracht himself would never explain his books): Does the narrator reflect the decadence of the rich? The alienation of postmodern youth? Does the text reflect Adorno's statement that it's barbaric to write a poem after Auschwitz? Or is the narrator Kracht's alter ego? (The author was born into a rich and influential family and attended the same boarding school as the narrator: Salem, Germany's equivalent to Eton.) Full disclosure: Kracht is one my favorite authors ever, and I also enjoy his extensive travel writing. His debut is certainly not his best book, but it is still a very, very good book if you have the guts to confront a challenging narrator.

  2. 5 out of 5

    Georg

    Ich weiß nicht, was mich am meisten stört an diesem Buch. Dass der Erzähler offensichtlich nie arbeiten musste? Dass er sich über alle lustig macht, die ihre Arbeitskraft verkaufen müssen (Taxifahrer, Hausangestellte, Kellner)? Dass man nie weiß, warum er plötzlich seine Freunde/Bekannte nicht mehr ertragen kann, obwohl die nichts anderes machen als er selbst? Dass alle irgendwie in Salem oder in einer Waldorfschule groß geworden sind? Dass er sich allen überlegen fühlt, ohne dass man auch nur e Ich weiß nicht, was mich am meisten stört an diesem Buch. Dass der Erzähler offensichtlich nie arbeiten musste? Dass er sich über alle lustig macht, die ihre Arbeitskraft verkaufen müssen (Taxifahrer, Hausangestellte, Kellner)? Dass man nie weiß, warum er plötzlich seine Freunde/Bekannte nicht mehr ertragen kann, obwohl die nichts anderes machen als er selbst? Dass alle irgendwie in Salem oder in einer Waldorfschule groß geworden sind? Dass er sich allen überlegen fühlt, ohne dass man auch nur eine Ahnung hat, was ihn dazu berechtigen könnte? Dass er Leute, die eigentlich in Ruhe gelassen werden wollen, anquatscht, um dann Reißaus zu nehmen, als hätten die ihn belästigt? Dass am Ende das Grab eines großen Dichters gesucht wird? Und dass – ganz am Ende – alles im Wasser versandet? Ich weiß, was mich am meisten stört an diesem Buch. Dass das alles stimmt, aber man das Buch doch irgendwie gerne liest und am Ende enttäuscht ist, dass es nicht weiter geht.

  3. 4 out of 5

    Lisa

    Faserland ist ein sanftes Buch, ein Buch, das von der Verlorenheit auf Parties und von stumpfer, einsamer Betrunkenheit und der Suche nach irgendwas, von dem man nicht einmal weiß, was es ist, handelt, vielleicht einer Identitätssuche, vielleicht der Suche danach, sich selbst, wie all den Dingen, denen Markennamen aufgedrückt werden, einen Stempel zu verpassen, und vielleicht auch nur dem Wunsch, sich zu irgendetwas oder irgendjemandem zugehörig zu fühlen, hinter irgendetwas wirklich stehen zu k Faserland ist ein sanftes Buch, ein Buch, das von der Verlorenheit auf Parties und von stumpfer, einsamer Betrunkenheit und der Suche nach irgendwas, von dem man nicht einmal weiß, was es ist, handelt, vielleicht einer Identitätssuche, vielleicht der Suche danach, sich selbst, wie all den Dingen, denen Markennamen aufgedrückt werden, einen Stempel zu verpassen, und vielleicht auch nur dem Wunsch, sich zu irgendetwas oder irgendjemandem zugehörig zu fühlen, hinter irgendetwas wirklich stehen zu können, nach irgendeinem Ankommen, irgendeiner eindeutigen Lösung. Eine Suche, die den namenlosen Protagonisten einmal quer durch Deutschland, von Party zu Party, von einer losen, bedeutungslosen Bekanntschaft zur nächsten schwemmt. Ein großartiges Buch, das die Krise eines Menschen erzählt, der von außen spöttisch betrachtet eigentlich keine Krise haben dürfte, weil er ja keine "richtigen" Probleme hat, aber doch leidet. Und damit karikiert Kracht das Selbstmitleid und die Selbstinvolviertheit seiner Figuren, zeigt aber auch, dass Krisen und psychische Probleme - dass der Protagonist zumindest unter leichten Depressionen leidet, dürfte außer Frage stehen - niemals logisch sind, dass Ängste, Einsamkeit und Selbstmitleid furchtbar hässlich sein können und oft genug gar keinen objektiven Grund haben, deswegen aber nicht belächelt oder verspottet werden sollten, sondern ebenso real, ebenso furchteinflößend, ebenso gravierend und ebenso schmerzhaft sind.

  4. 4 out of 5

    Liz

    Who wants to read about a person who is constantly throwing up? About a person who just travels around the country because he has way too much money he does not know how to use?! The protagonist, without a name, is such a person. He is throwing up, or visiting clubs or telling disgusting stories of his past. Empty book. No plot. No characters. Not even a good write style. I had to read it for school and it was a torture. This book has no message. Nothing. I am really disappointed with German aut Who wants to read about a person who is constantly throwing up? About a person who just travels around the country because he has way too much money he does not know how to use?! The protagonist, without a name, is such a person. He is throwing up, or visiting clubs or telling disgusting stories of his past. Empty book. No plot. No characters. Not even a good write style. I had to read it for school and it was a torture. This book has no message. Nothing. I am really disappointed with German authors... Don't read it. Trust me, this book is nothing but a big waste of time.

  5. 5 out of 5

    Steffi

    Am Anfang hat alles einen Namen, das Jever in der Hand, die Barbourjacke Über den Schultern. Am Ende findet der namenlose Ich-Erzähler (das Wort, das in jeder faserland-Rezension auftauchen muss) nicht das Grab Thomas Manns auf einem Schweizer Friedhof. Und ihm ist kalt- so ganz ohne Jacke. Eine Erzählung über eine Generation, die allem einem Namen gab und trotzdem an einem scheiterte: dem Persönlichem. Kracht schafft ein Mahnmal hinter den Kulissen.

  6. 5 out of 5

    Malte

    Nachdem ich "Die Toten" und "Imperium gelesen hatte - welche ich Beide sehr mochte - habe ich mich nun auch an Krachts Debüt "Faserland" gewagt. Das Buch hat mich sehr enttäuscht. Vielleicht waren aber nach den zwei neueren Büchern auch einfach die Erwartungen zu groß. Faserland liest sich, als sei es eine Mischung aus Heinz Strunk und Charlotte Roche: Viel Scheiße, Sexualität, "Ehrlichkeit" und Einsamkeit. Der Erzähler betrinkt sich in einer Tour, trifft pro Stadt die er ziellos aufsucht ein paar a Nachdem ich "Die Toten" und "Imperium gelesen hatte - welche ich Beide sehr mochte - habe ich mich nun auch an Krachts Debüt "Faserland" gewagt. Das Buch hat mich sehr enttäuscht. Vielleicht waren aber nach den zwei neueren Büchern auch einfach die Erwartungen zu groß. Faserland liest sich, als sei es eine Mischung aus Heinz Strunk und Charlotte Roche: Viel Scheiße, Sexualität, "Ehrlichkeit" und Einsamkeit. Der Erzähler betrinkt sich in einer Tour, trifft pro Stadt die er ziellos aufsucht ein paar alte Bekannte und jeweils eine hübsche Frau. Die Frauen findet er dann liebenswert und fühlt sich zu sentimentalen, kitschigen Kindheitserinnerungen hingerissen. Die Bekannten sind immer genau so einsam und verloren wie er selbst und er klaut diesen einen Gegenstand und bricht den Kontakt wieder ab (so ungefähr). Neben dem Plot, der mich nicht begeistern konnte und dem unsympathischen Protagonisten und seinen stereotypen Begegnungen hatte mir das Buch auch sprachlich nicht viel zu geben. So sehr ich die neueren Werke Krachts schätze, so wenig mochte ich die Sprache des Erzählers, der versucht, flapsig tiefgründig zu sein. Leider konnte ich jedesmal, wenn der Erzähler so Dinge von sich gibt wie: "Ich weiß nicht, ob ich das jetzt richtig gesagt habe" nur denken: "Hmm, nein." Auch als Reflexion über die Gesellschaft hat mir das Buch nicht getaugt. Die Protagonisten sind sämtlich langweilig, reich und hipsteresk. Die Probleme dieser dargestellten Figuren dürften sich kaum mit denen von real existierenden Menschen decken und wenn doch, dann ist es halt die alte Leier: Geld allein macht auch nicht glücklich. Vielleicht war das Thema Mitte der Neunziger mal aktuell, 2016, nachdem die Hipster komplett in die gesellschaftliche Wahrnehmung eingepflegt sind - eher nicht mehr. Trotzdem hatte das Buch fraglos auch seine charmanten Momente und es hat ja auch nur 160 Seiten...

  7. 5 out of 5

    Mimosa

    Man sollte seinen Ekel am Protagisten nicht mit Ekel am Roman verwechseln. Es ist kein Buch mit interessantem Plot oder komplexen Charakteren. Dennoch trifft das Buch einen Nerv. Solche Leute (grosso modo) gibt es wirklich, wenn auch mehr in US und UK. Sie leiden an Affluenza, und es ist ein echtes Problem. Sie sind intelligent, nicht genial, sie sind zynisch, nicht kritisch, abgehoben, aber sie wissen, was sie tun, but could not give a fuck, typisches Privatschulmilieu. Selbstverständlich ist e Man sollte seinen Ekel am Protagisten nicht mit Ekel am Roman verwechseln. Es ist kein Buch mit interessantem Plot oder komplexen Charakteren. Dennoch trifft das Buch einen Nerv. Solche Leute (grosso modo) gibt es wirklich, wenn auch mehr in US und UK. Sie leiden an Affluenza, und es ist ein echtes Problem. Sie sind intelligent, nicht genial, sie sind zynisch, nicht kritisch, abgehoben, aber sie wissen, was sie tun, but could not give a fuck, typisches Privatschulmilieu. Selbstverständlich ist es überzogen dargestellt, aber mit ziemlicher poetischer Kraft. Es ist sehr authentisch, unverlogen. Habe so etwas in der englischen Literatur nicht gelesen, obwohl das Milieu dort viel eher existiert (am ehesten Catcher in the Rye). Und die Reflexionen über Deutschland durchaus lesenswert.

  8. 4 out of 5

    John Hatley

    The best description I can think of is: the 1st-person narrative of a very lonely person portraying his very lonely friends. A very interesting book.

  9. 5 out of 5

    Natascha

    Was erwartet man von einem Buch, das man mit den Worten „Lies es bitte mal! Ich will wissen ob du es genau so besch… (sagen wir bescheiden) findest wie ich!“ geschenkt bekommt? Kann man dann überhaupt noch objektiv an die Geschichte heran gehen? Ich habe es zumindest versucht! Christian Kracht erschafft in seinem Roman einen Ich-Erzähler der dem Leser bis zum Ende hin recht fremd bleibt. Man kennt zum Beispiel weder seinen Namen noch sein Alter. Es könnte theoretisch jeder wohlhabende junge Mann Was erwartet man von einem Buch, das man mit den Worten „Lies es bitte mal! Ich will wissen ob du es genau so besch… (sagen wir bescheiden) findest wie ich!“ geschenkt bekommt? Kann man dann überhaupt noch objektiv an die Geschichte heran gehen? Ich habe es zumindest versucht! Christian Kracht erschafft in seinem Roman einen Ich-Erzähler der dem Leser bis zum Ende hin recht fremd bleibt. Man kennt zum Beispiel weder seinen Namen noch sein Alter. Es könnte theoretisch jeder wohlhabende junge Mann sein, der in den 90er-Jahren auf Kosten seiner Eltern lebt und eigentlich keine ernsthaften Sorgen haben dürfte. Doch genau hier setzt der Autor an und zeigt, dass eben darin das Problem liegt. Der Protagonist ist auf der Suche nach sich selbst und weiß einfach nichts mit sich anzufangen. Er ist dauerbetrunken und von den vielen Zigaretten die er raucht bekommt man schon beim lesen einen ekelhaften Geschmack im Mund. Obwohl er ständig von ‚Freunden‘ umgeben ist, hat man das Gefühl noch nie einen so einsamen Protagonisten erlebt zu haben. Er ist oft einfach nur unsympathisch und so überheblich, dass man ihn schnell verabscheuen könnte, doch hat er mir irgendwann nur noch Leid getan. Der Stil ist so eine Sache. Ich habe grundsätzlich kein Problem mit ‚Fäkalsprache‘ und sie verdeutlicht in diesem Roman auch mit Sicherheit viel Aussagen und gibt einen guten Einblick in das Leben dieser Generation, doch kann ich es gut verstehen, wenn einem kotzen, kacken usw. irgendwann zu viel wird. Denn gerade diese detaillierten Beschreibungen haben auch bei mir öfter mal ganz gehörig Ekel hervorgerufen. Ich freue mich schon darauf, meinen Bekannten das nächste Mal zu treffen. Es wird auf jeden Fall eine Diskussion geben, denn mich hat der Roman überzeugt.

  10. 4 out of 5

    Peter

    21.01.2014 Nach Imperium will ich es jetzt genauer wissen - darum Faslerand. 24.01.2014 Vorweg möchte ich sagen dass man diesem Text seine bald 20 Jahre nicht anliest. Mit den Begriffen Popkultur eca. hat dieser Text für mich nichts zu tun. Hier geht es in genau beobachteten, aneinandergefügten Nichtigkeiten um erzählte Leere. Der Text hat nur eine Tonlage. Nüchtern (obwohl der Protagonist ständig Betrunken ist) wird von einer ziellosen Reise durch Deutschland erzählt. In seinen ständig gedachten 21.01.2014 Nach Imperium will ich es jetzt genauer wissen - darum Faslerand. 24.01.2014 Vorweg möchte ich sagen dass man diesem Text seine bald 20 Jahre nicht anliest. Mit den Begriffen Popkultur eca. hat dieser Text für mich nichts zu tun. Hier geht es in genau beobachteten, aneinandergefügten Nichtigkeiten um erzählte Leere. Der Text hat nur eine Tonlage. Nüchtern (obwohl der Protagonist ständig Betrunken ist) wird von einer ziellosen Reise durch Deutschland erzählt. In seinen ständig gedachten Werturteilen und ästhetischen Einschätzungen immer reaktionär immer kränkend ohne eigenen Platz in dieser Welt. Fast gruselig. Die Erzählhaltung wird von Kracht bestechend durchgehalten. Interessantes Buch.

  11. 5 out of 5

    Novemberregen

    Da mäandert jemand völlig hilflos durch sein eigenes Leben, kann nichts anfangen mit der Welt, die ihn doch so priviligiert und redet sich dabei beständig ein, alles im Griff zu haben. Ein fuchtbar abstoßender Protagonist, unmöglich, Mitleid mit ihm zu empfinden; es ist schwer, diese Ablehnung nicht auf das Buch zu übertragen. Ich habe solche Leute auch kennengelernt, aber dass sie so eine Tristesse in sich tragen, war mir nicht bewusst. Soundtrack dazu: ClickClickDecker - Wer hat mir auf die Sc Da mäandert jemand völlig hilflos durch sein eigenes Leben, kann nichts anfangen mit der Welt, die ihn doch so priviligiert und redet sich dabei beständig ein, alles im Griff zu haben. Ein fuchtbar abstoßender Protagonist, unmöglich, Mitleid mit ihm zu empfinden; es ist schwer, diese Ablehnung nicht auf das Buch zu übertragen. Ich habe solche Leute auch kennengelernt, aber dass sie so eine Tristesse in sich tragen, war mir nicht bewusst. Soundtrack dazu: ClickClickDecker - Wer hat mir auf die Schuhe gekotzt

  12. 4 out of 5

    Devi

    Großartiger Roman. Kracht ist genau für meinen Geschmack. Dieser kompakte Roman ist nichts für Schöngeister ... ich mag Sprache, die genau das ausdrückt, was man (der Protagonist) denkt. Verklausulierungen von Gedanken und Meinungen sind nichts für mich.

  13. 4 out of 5

    Micaela Sofia

    Das Buch war wirklich sehr frustrierend zu lesen und ich kann mich einigen Rezensionen nur anschließen, man fühlt sich von diesem Buch ausgetrickst. Das Problem ist nämlich nicht, dass es schlecht geschrieben sei (auch wenn es nicht gut geschrieben ist. Das permanente Verwenden von Markennamen und die gezwungen wirkende Umgangssprache gehen auf die nerven). Das “Problem“ ist, dass man den Protagonisten hasst, und zwar so sehr, dass man das Lesen kaum erträgt. Ich habe selten so eine Abneigung ge Das Buch war wirklich sehr frustrierend zu lesen und ich kann mich einigen Rezensionen nur anschließen, man fühlt sich von diesem Buch ausgetrickst. Das Problem ist nämlich nicht, dass es schlecht geschrieben sei (auch wenn es nicht gut geschrieben ist. Das permanente Verwenden von Markennamen und die gezwungen wirkende Umgangssprache gehen auf die nerven). Das “Problem“ ist, dass man den Protagonisten hasst, und zwar so sehr, dass man das Lesen kaum erträgt. Ich habe selten so eine Abneigung gegen eine Figur gespürt, die aus der Ich-Perspektive geschrieben ist, weswegen man trotz allem dazu neigt, sich mit ihr zu identifizieren, und das macht es so kompliziert, weil man irgendwann eine Abneigung gegen sich selbst verspürt. Ich kann mir vorstellen, dass viele nicht verstanden haben, dass das der Sinn und die Absicht war. Dieses Spiessertum, diese Arroganz, diese ewige Teilnahmslosigkeit und Unsicherheit erträgt man kaum, weil nichts passiert und der Protagonist sich gar nicht von denen unterscheidet, die er nicht mag, gegen die er sich ja aber nicht einmal äussert, es geht immer nur ums Flüchten. Das Ende ist brillant, und obwohl man von dem wunderbar eingesetzten Motiv überrascht wird, fühlt es sich im Nachhinein an wie die einzig logische Konsequenz. Ich glaube, die meisten, die dieses Buch als Popliteratur bezeichnen, in dem es um Sex und Drogen geht (Darum geht es doch gar nicht! Er hat nie Sex, er denkt nur daran, vielleicht welchen zu haben oder wie sehr er ihn abstößt, und von den Drogen ist er nie besonders beeinflusst), haben nicht verstanden, dass es um Depression geht, die Figur und alle Figuren sind stark depressiv, aber da das Buch eben aus dieser depressiven und deprimierenden Perspektive erzählt, in der die Depression die Normalität darstellt, merkt man das als Leser kaum, sondern empfindet es einfach als sehr anstrengend und langweilig erzählte Normalität, und das ist fast genial gemacht.

  14. 5 out of 5

    Barbara

    Den unerträglichen Stil (!?) von "Faserland" imitierend fällt mein Urteil so aus: Na, also da war so ein Buch, das fand ich ja irgendwie nervig, ein bisschen langweilig und eigentlich war der Ich-Erzähler auch immer besoffen, ich erinnere mich noch. Irgendwie schien da eine Story zu sein, aber natürlich kapierte ich die nicht, außer vielleicht dass alle Nazischweine, Hippies, SPDler und Alternativen dumm sind und die Frauen irgendwie so hübsch, aber auch doof. Deswegen habe ich es auch zu Ende ge Den unerträglichen Stil (!?) von "Faserland" imitierend fällt mein Urteil so aus: Na, also da war so ein Buch, das fand ich ja irgendwie nervig, ein bisschen langweilig und eigentlich war der Ich-Erzähler auch immer besoffen, ich erinnere mich noch. Irgendwie schien da eine Story zu sein, aber natürlich kapierte ich die nicht, außer vielleicht dass alle Nazischweine, Hippies, SPDler und Alternativen dumm sind und die Frauen irgendwie so hübsch, aber auch doof. Deswegen habe ich es auch zu Ende gelesen, weil ich es für meine Leserunde lesen muss. Es gefiel mir gar nicht, also ich meine es gefiel mir überhaupt nicht, aber irgendwie war es vielleicht doch gut, weil ich mich so darüber aufgeregt habe. (Und anfangs hatte ich mich noch daran gestört, dass auf einer Seite 6x "Prosecco" stand...)

  15. 5 out of 5

    Kersi

    actually the story wouldn't be that bad but i didn't really like the writing style - even after reading it a second time

  16. 5 out of 5

    Joanna

    Normalerweise mag ich ein Buch am Anfang und gegen Ende immer weniger. Bei diesem hier war es genau umgekehrt: anfangs hatte ich Mühe damit, doch zum Schluss kam ich dem Erzähler immer näher. Auf den ersten Seiten erinnerte dieser Kracht irgendwie an Bukowski. Es wird geraucht, getrunken und gekotzt. Das Ganze kommt derb daher und auch der Held wirkt rau und irgendwie verhärtet. Doch ganz fein kommt im Hintergrund die Gattung des Bildungsromans zum Zuge und die harten Kanten glätten sich. Erst am Normalerweise mag ich ein Buch am Anfang und gegen Ende immer weniger. Bei diesem hier war es genau umgekehrt: anfangs hatte ich Mühe damit, doch zum Schluss kam ich dem Erzähler immer näher. Auf den ersten Seiten erinnerte dieser Kracht irgendwie an Bukowski. Es wird geraucht, getrunken und gekotzt. Das Ganze kommt derb daher und auch der Held wirkt rau und irgendwie verhärtet. Doch ganz fein kommt im Hintergrund die Gattung des Bildungsromans zum Zuge und die harten Kanten glätten sich. Erst am Ende merkte ich, dass er weniger trank, fast nicht mehr kotzte und sein hartes Getue langsam abwirft. Gemeinsam mit dem Ich-Erzähler reisen wir durch Deutschland, bis wir am Schluss in Zürich sind. Unterwegs begegnen wir einer Generation, die verloren und einsam wirkt, obwohl sie ständig von Menschen umgeben ist. Auch der Held gehört dazu, ist zu Beginn auch irgendwie oberflächlich und ziellos. Ziellos bleibt er, aber langsam öffnet sich hier eine empfindsame Seele. Eine verwirrte Seele, die mit sich und anderen manchmal überfordert zu sein scheint. Überraschend ist, dass obwohl er anfangs sehr proletisch wirkt, dennoch sehr gebildet ist. Das aber irgendwie zu kaschieren versucht. Somit ein spannendes Buch, wenn natürlich auch noch nicht auf der Höhe von "Imperium". Aber zwischen diesen Titeln liegen Jahre, in denen sich ein Autor weiterentwickelt. Spannend wäre es zu erfahren, wie es dem jungen Held aus den 80ern/90ern wohl im 21. Jahrhundert ergeht.

  17. 4 out of 5

    Heleen

    This was one of the most frustrating reads in a long time. It's so postmodern it's a bit sickening. You can just imagine the Lyotardian analyses of Faserland... Which would be okay if there was the least bit of contextualisation, but instead it's just an endless parade of judgmental, masturbatory and whiny observations, which, because it's written as the first-person narrative of this protagonist who is basically the culmination of every smugly complacent boy & man I have ever been bored by, This was one of the most frustrating reads in a long time. It's so postmodern it's a bit sickening. You can just imagine the Lyotardian analyses of Faserland... Which would be okay if there was the least bit of contextualisation, but instead it's just an endless parade of judgmental, masturbatory and whiny observations, which, because it's written as the first-person narrative of this protagonist who is basically the culmination of every smugly complacent boy & man I have ever been bored by, YOU GET NO BREAK FROM. Don't even get me started on the limited characterisation of the female characters - in those few instances where they were actually graced with a name, their most redeeming quality is still being hübsch. It seems to me a particular arrogance is involved when an author decides to devote his time to create a platform for a protagonist who has this little to say. And then, roughly 15 pages before the end, I - weirdly, annoyingly - kind of got into it??? Which was the most frustrating bit of all. Useless. USELESS.

  18. 5 out of 5

    Jemima | Hochhorst

    Abgebrochen auf S. 78/165 Es wird geraucht, gesoffen, gekotzt, durch Deutschland gereist, scheinbar ohne Ziel. Lockere Begegnungen, alles etwas oberflächlich. Kann mir dem Buch nichts anfangen

  19. 4 out of 5

    Mads Holm

    En velhavende ung mand rejser planløst rundt i Tyskland og ender i Schweiz. Undervejs går han til fester, drikker sig stiv og tager piller, sætter ild til sin Barbourjakke i en lufthavn, fordi der er løbet yoghurt ud i en lomme og leder efter Thomas Manns grav i mørke. Det er en vild, provokerende, til tider frustrerende, men vanvittigt god roman. *Jeg læste “Faserland” i den svenske oversættelse. Hvis der fandtes en dansk, havde romanen fået topkarakter. Jeg håber, at den snart kommer!

  20. 4 out of 5

    Philipp

    Heute kann man die Fenster natürlich nicht mehr aufmachen, da im ICE, dessen Einrichtung ganz grauenvoll ist und mich immer an irgendwelche Einkaufspassagen erinnert, gar nichts mehr schön ist und erst recht gar nichts mehr so wie früher. Heute ist alles so transparent, ich weiß nicht, ob ich mich da richtig ausdrücke, jedenfalls ist alles aus Glas und aus so durchsichtigem türkisen Plastik, und es ist irgendwie körperlich unerträglich geworden. Rough translation: Of course nowadays you can't open Heute kann man die Fenster natürlich nicht mehr aufmachen, da im ICE, dessen Einrichtung ganz grauenvoll ist und mich immer an irgendwelche Einkaufspassagen erinnert, gar nichts mehr schön ist und erst recht gar nichts mehr so wie früher. Heute ist alles so transparent, ich weiß nicht, ob ich mich da richtig ausdrücke, jedenfalls ist alles aus Glas und aus so durchsichtigem türkisen Plastik, und es ist irgendwie körperlich unerträglich geworden. Rough translation: Of course nowadays you can't open the windows anymore, there in the ICE, where the fittings are completely horrible and which remind me of some shopping centers, nothing is beautiful anymore and especially nothing is like it used to be. Nowadays everything is transparent, I don't know whether I'm saying this correctly, anyway everything is made out of glass and like transparent turquoise plastic, and it is somehow physically unbearable. This invites comparisons to Catcher In The Rye, but with Germany of the late 90s instead of the US of the 40s. A young man has been kicked out of his elite boarding school, he drifts along and uses his parents' credit card to travel the country, starting from the northern-most point on Sylt to Frankfurt, a few other places, Munich and then Switzerland. What connects Holden and this narrator is the attitude towards society - for Holden, everyone's a phony, for the narrator, everyone's either an old Nazi or an idiot. Most of the book is the narrator drifting around and ranting about various things: Dann zünde ich mir eine Zigarette an und denke daran, daß ich Partys hasse, auf denen es Prosecco gibt, weil Prosecco weder Wein ist noch Champagner, sondern nur so ein blödes Zwischending, das eigentlich gar keine Existenzberechtigung hat. Then I light a cigarette and think that I hate parties where there's Prosecco since Prosecco is neither wine nor champagne, just an idiotic in-between-thing that doesn't really have a right to exist. This can be very funny but it can also get tiresome (maybe I'm too old?), but still the tone is wonderful, not sure how to say, the correct German word would be "hingerotzt", it's just spat on the page. What's underneath all this is a feeling that started in the 80s, 90s and still hasn't really ended (for me, and I suspect for most people): a feeling that things used to be somehow better (but you cannot really describe how things used to be better), and that from now on things will only get worse, but it's unsure how or why, just anxiety, "Angst". I'm sure by now the English speaking world would have adopted "Zukunftsangst" if it could pronounce it. (Personally, his feelings about Germany on entering Switzerland mirror 100% my feelings when I left Germany roughly 5 years ago: "a big machine beyond the border, a machine that moves and produces things no-one cares about". It's uncanny, and that's what makes this book memorable.)

  21. 5 out of 5

    Streunendekatze

    Zu Beginn ist der Ich-Erzähler bei einer Party und jemand nimmt Ecstasy (wenn ich mich recht erinnere) und der Protagonist hat das noch nie genommen, nehme ich an, und möchte auch nicht. Da musste ich das Buch weglegen. Es sind die 90er. Das Zeitalter des Techno und Acid House und der Protagonist so: ''Drugs are bad m'kay.'' oder was auch immer. Beim zweiten Versuch hat es dann aber geklappt und ich habe es innerhalb weniger Stunden gelesen und mochte es sogar. Sicher- da ist viel Geschwafel und Zu Beginn ist der Ich-Erzähler bei einer Party und jemand nimmt Ecstasy (wenn ich mich recht erinnere) und der Protagonist hat das noch nie genommen, nehme ich an, und möchte auch nicht. Da musste ich das Buch weglegen. Es sind die 90er. Das Zeitalter des Techno und Acid House und der Protagonist so: ''Drugs are bad m'kay.'' oder was auch immer. Beim zweiten Versuch hat es dann aber geklappt und ich habe es innerhalb weniger Stunden gelesen und mochte es sogar. Sicher- da ist viel Geschwafel und so viel hat der Erzähler ja auch nicht zu sagen. Ihm fehlt es an Tiefgang, aber das muss ja nicht bedeuten, dass Faserland ein schlechtes Buch ist. Überhebliches Gefasel kann durchaus seinen Reiz haben, denn man muss sich nicht immer mit Erzählern identifizieren können. Der Erzähler ist ein bisschen anti, ''abgebrüht'', zynisch, reich, jung und das Ganze schreit nach ''Wohlstansverwahrlosung''. Kein Meisterwerk, aber auch kein schlechtes Buch.

  22. 5 out of 5

    AURORA

    Es nesaprotu, kā Krahtam tas izdodas. Grāmata īsumā ir par to, kā galvenais varonis neglaimojoši apraksta visādus tipus, ko sastop savā ceļā. Vai tas būtu smalks reklāmists vai notripojies reiveris, viņi visi ir ne vairāk kā: "džankijs bobūra jakā", "stulbais pežbārdiņa" vai visbiežāk - "naciķis". Būtībā tā ir tāda neirotiska un vardarbīga komunikācija, kuru es šobrīd principā nevēlos savā dzīvē. Bet, to visu lasot - kā viņi tur vemj utt., tik un tā rodas iespaids, ka tas ir ne tikai izklaidējoš Es nesaprotu, kā Krahtam tas izdodas. Grāmata īsumā ir par to, kā galvenais varonis neglaimojoši apraksta visādus tipus, ko sastop savā ceļā. Vai tas būtu smalks reklāmists vai notripojies reiveris, viņi visi ir ne vairāk kā: "džankijs bobūra jakā", "stulbais pežbārdiņa" vai visbiežāk - "naciķis". Būtībā tā ir tāda neirotiska un vardarbīga komunikācija, kuru es šobrīd principā nevēlos savā dzīvē. Bet, to visu lasot - kā viņi tur vemj utt., tik un tā rodas iespaids, ka tas ir ne tikai izklaidējošs, bet arī dziļi spirituāls darbs. It kā turpinājums Selindžera darbiem, tikai pielāgots mūsdienām (totāls konsumērisms, brendu reālisms utt.) Lasu šo grāmatu ne pirmo reizi. Un ne pēdējo. Pie reizes varbūt būtu jāpainteresējas, ko Krahts tagad dara. Pēdējo reizi, kad skatījos, tad viņi ar Ingo Nirmanu atkal bīdīja kādu utopisko projektu (tie visi ir atsevišķa romāna vērti).

  23. 5 out of 5

    Natacha

    Eine Geschichte eines ziemlich einsamen Typen, der nichts besseres zu tun hat, als sich über andere lustig zu machen und seine Freunde sitzen zu lassen. Während der Geschichte entwickelte ich echte Abstossung gegen den Kerl. Er scheint ein verwöhnter Idiot zu sein, der sich alles leisten kann. Das ganze Buch ist auf Markenprodukte, Nazi-Gelaber und Herablassung gegen Taxifahrer gestützt, so schien es mir. Aber genau das scheint das Buch auch aus zu machen. Krachts Schreibweise ist sehr präzise u Eine Geschichte eines ziemlich einsamen Typen, der nichts besseres zu tun hat, als sich über andere lustig zu machen und seine Freunde sitzen zu lassen. Während der Geschichte entwickelte ich echte Abstossung gegen den Kerl. Er scheint ein verwöhnter Idiot zu sein, der sich alles leisten kann. Das ganze Buch ist auf Markenprodukte, Nazi-Gelaber und Herablassung gegen Taxifahrer gestützt, so schien es mir. Aber genau das scheint das Buch auch aus zu machen. Krachts Schreibweise ist sehr präzise und er erzählt sehr realistisch über den Protagonisten. Trotzdem ein Buch, welches ich nicht nochmal lesen würde und wohl kaum weiter empfehlen würde. Die Handlung fehlt oder verliert sich und macht dadurch das Buch etwas fade.

  24. 4 out of 5

    Conny

    Von Hamburg nach Zürich: Ein junger, neureicher Ich-Erzähler, der von einer Party zur nächsten dümpelt, dauernd betrunken ist und über Hippies, Taxifahrer, Werbefuzzis und Rentner schimpft. Er kommt bei Freunden unter, die keine sind, lässt sie hängen und zieht weiter. Der namenlose Protagonist ist Teil einer Gesellschaft, die er durch Provokation und Masslosigkeit kritisiert. Man hat schnell den Eindruck, dass ihm alles egal sei, ein selbstgefälliges Arschloch; in Wahrheit ist er nur hoffnungslo Von Hamburg nach Zürich: Ein junger, neureicher Ich-Erzähler, der von einer Party zur nächsten dümpelt, dauernd betrunken ist und über Hippies, Taxifahrer, Werbefuzzis und Rentner schimpft. Er kommt bei Freunden unter, die keine sind, lässt sie hängen und zieht weiter. Der namenlose Protagonist ist Teil einer Gesellschaft, die er durch Provokation und Masslosigkeit kritisiert. Man hat schnell den Eindruck, dass ihm alles egal sei, ein selbstgefälliges Arschloch; in Wahrheit ist er nur hoffnungslos. Die gesellschaftliche Tristesse wird zu seiner eigenen. Ob man seinen Egotrip tatsächlich als Sinnsuche bezeichnen kann, bezweifle ich. Eine gelungene und gar nicht so oberflächliche Momentaufnahme ist "Faserland" aber auf jeden Fall.

  25. 5 out of 5

    Dennis

    Hinter Fäkalhumor und Snobismus verbirgt sich scharfe Kritik am Konsum- und und generellem Verhalten einer Generation.

  26. 5 out of 5

    Gregg

    Great book in all of it's wry, liquor and cocaine soaked, privileged Germanic cynical glory.

  27. 5 out of 5

    Sintija

    This book is very confusing. I actually enjoyed the way it was written - I'd give the writing and style full 5 stars. The Latvian adaption was great. However, - what is the story? Who is the main character? This is literally just one man's tale about various pointless people and absolutely boring alcoholic and pill addict gatherings. Throughout the whole book, I had so many questions about the main character. Is he a party bum? Is the dude poor, with moderate income, or rich and with too much mo This book is very confusing. I actually enjoyed the way it was written - I'd give the writing and style full 5 stars. The Latvian adaption was great. However, - what is the story? Who is the main character? This is literally just one man's tale about various pointless people and absolutely boring alcoholic and pill addict gatherings. Throughout the whole book, I had so many questions about the main character. Is he a party bum? Is the dude poor, with moderate income, or rich and with too much money to spend aimlessly? What is he doing? Why does he have so much free time? There is no real connection with other characters introduced throughout the book. There is no build-up, no main event, and no closure. If the author wanted to portray the aimlessness and the stories of quite ridiculous and aimless people, he did the job well. Did I enjoy it? Not so much - hence the final 3 stars. I wanted to like it, but there was no content to cause any real joy. I have enjoyed various chick flick type of books a lot more than this one. I really do like books about miserable characters. This Spring, I read Bukowski's "Women" - that was one hell of a piece! The character was even more miserable than this one, but the whole book and story made sense. A disappointment but really, it's more like a strong confusion about what to feel about this book.

  28. 5 out of 5

    Philipp Hartmann

    Dieses Erstlingswerk Christian Krachts war, nachdem ich einige lobende Worte über die Schreibkunst des Autors gelesen habe und mich selbst von seinen Fähigkeiten überzeugen wollte, schlicht und einfach enttäuschend. Die Handlung plätschert so vor sich hin, ohne dass etwas wirklich Bewegendes passieren würde; man wartet vergeblich auf die Pointe, die niemals kommt. Der Protagonist ist wohl ein junger Mann, der von Norden nach Süden durch Deutschland tingelt und auf dem Weg alte Bekanntschaften tr Dieses Erstlingswerk Christian Krachts war, nachdem ich einige lobende Worte über die Schreibkunst des Autors gelesen habe und mich selbst von seinen Fähigkeiten überzeugen wollte, schlicht und einfach enttäuschend. Die Handlung plätschert so vor sich hin, ohne dass etwas wirklich Bewegendes passieren würde; man wartet vergeblich auf die Pointe, die niemals kommt. Der Protagonist ist wohl ein junger Mann, der von Norden nach Süden durch Deutschland tingelt und auf dem Weg alte Bekanntschaften trifft - alle mehr oder weniger gescheiterte Existenzen, die das Glück hatten, durch ihre wohlhabenden Familien unverdient auf der Sonnenseite des Lebens zu leben. Alkohol und Drogen spielen eine zentrale Rolle im Roman, aber stets im Vorübergehen, ohne in irgendeiner Weise mitreißend zu wirken. Alle Charaktere werden als oberflächlich und seicht dargestellt - möglicherweise, um die Orientierungslosigkeit dieser Generation herauszustreichen; dies macht allerdings den Roman an sich kein Iota unterhaltsamer. Insgesamt würde ich den Roman Krachts als Verdinglichung des Nihilismus par excellence titulieren. Wer lange Beschreibungen belangloser, zielloser Handlungsketten gerne liest, möge sein Glück an diesem Buch versuchen. Wer sich hingegen mehr Substanz erwartet, kann sich die Lektüre dieses Romans getrost ersparen.

  29. 5 out of 5

    Maximilian

    Man, habe ich den Hauptcharakter und die Sprache gehasst. Am Ende hat das Buch dann aber doch einen gewissen Eindruck bei mir hinterlassen. Zunächst geht es einfach um einen Yuppie, der wie beim Autoscooter kreuz und quer durch den deutschsprachigen Raum poltert und seine Freunde besucht, die ebenso reich sind wie er. Hauptsächlich schildert Christian Kracht hier aber jemanden, der an der Unmöglichkeit zugrundegeht, die Welt auch nur im entferntesten noch als eine stimmige symbolische Ordnung wa Man, habe ich den Hauptcharakter und die Sprache gehasst. Am Ende hat das Buch dann aber doch einen gewissen Eindruck bei mir hinterlassen. Zunächst geht es einfach um einen Yuppie, der wie beim Autoscooter kreuz und quer durch den deutschsprachigen Raum poltert und seine Freunde besucht, die ebenso reich sind wie er. Hauptsächlich schildert Christian Kracht hier aber jemanden, der an der Unmöglichkeit zugrundegeht, die Welt auch nur im entferntesten noch als eine stimmige symbolische Ordnung wahrzunehmen. Alles zerfasert. Es gibt keine tragenden Strukturen mehr, schon gar nicht die Nation und das, was einmal als ihr Kanon galt. Da hilft es auch nichts, zum Grab von Thomas Mann zu pilgern (das sich dann passenderweise auch nicht finden lässt). Und dann scheinen auch noch alle schwul zu werden. Was ist das alles? Die Reaktionen auf diesen Zustand der Anomie sind Alkohol, zynische Wut, Traurigkeit, Eskapismus und die Ersetzung von Haltung durch Ästhetizismus. Da sich Kontingenz nunmal leichter denken als leben lässt: ein sehr aktuelles Buch.

  30. 5 out of 5

    Maria Grazia Nicolosi

    Kleiner Bildungsroman, der zwischen Reise- und Popliteratur schwankt. Er stellt die Leere einer Generation dar, die anscheinend zu nichts taugt. Der namenlose Ich-Erzähler lebt im Wohlstand, braucht nicht zu arbeiten, trinkt sehr viel Alkohol, nimmt Drogen und ist auf der Suche nach etwas Unbestimmtem. Während der Stationen einer ungeplanten Reise, die spontan von Sylt nach Zürich führt, erlangt diese männliche Hauptfigur Selbstbewusstsein, wobei sie auf ihre Gedanken und Gefühle achtet. Träume, Kleiner Bildungsroman, der zwischen Reise- und Popliteratur schwankt. Er stellt die Leere einer Generation dar, die anscheinend zu nichts taugt. Der namenlose Ich-Erzähler lebt im Wohlstand, braucht nicht zu arbeiten, trinkt sehr viel Alkohol, nimmt Drogen und ist auf der Suche nach etwas Unbestimmtem. Während der Stationen einer ungeplanten Reise, die spontan von Sylt nach Zürich führt, erlangt diese männliche Hauptfigur Selbstbewusstsein, wobei sie auf ihre Gedanken und Gefühle achtet. Träume, Widersprüche, Schwächen und vor allem Erlebnisse werden so unvermittelt wiedergegeben, dass die Sprache ungenügend erscheint und in denselben Zwiespalt wie der ständig besoffene Ich-Erzähler gerät. Die bittere Ironie, wodurch die Grundlagen der deutschen sowie der schweizerischen Gesellschaft kritisiert werden, vermag selbstverständlich keine Wende einzuleiten.

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